September 2026 in der Gaume und den belgischen Ardennen: Weinberge, Hirschbrunft und Impro-Theater für einen Kurztrip in die Provinz Luxemburg
Am 26. September erwachen die Gaume und die belgischen Ardennen: geführte Weinbergtour in Torgny, Hirschbrunft-Abend im St.-Hubert-Wald, Karikatur-Festival in Bastogne und Impro-Theater zum Jubiläum. Ein Leitfaden für einen gelungenen Aufenthalt im Süden Belgiens.

Ein Samstag im September in der Gaume: Rebstöcke, Brunftrufe und Improvisation
Es gibt Samstage, an denen sich verdichtet, warum der Spätsommer im Süden Belgiens einen besonderen Geschmack hat. Am 26. September 2026 pulsiert die Gaume samt den Nachbargemeinden der Provinz Luxemburg in einer sanften Betriebsamkeit — Natur, Kultur, Terroir —, die einen geradezu zwingt, hinaus in die Welt zu gehen, zuzuhören, zu kosten.
Der Weinberg von Torgny — gleich hinter dem Glas
Im Tal der Chiers lässt die geführte Tour durch den Weinberg von Torgny drei Jahrhunderte Gaumer Weinbau wieder aufleben. Ein Guide erzählt von den Reben, dem Kalkstein und den Rebsorten, die sich hier oben durchbeißen. Man geht mit der Gewissheit, dass der Wein hier kein Spleen ist, sondern eine störrische, geliebte Tradition.
Wenn der Hirsch ruft, lauscht der Wald
Am Abend lädt die Europacamp zu einem Hirschbrunft-Abend im St.-Hubert-Wald: Einführung durch einen Naturführer, ein dreigängiges Wildmenü, dann ein stiller Spaziergang, um die tiefen Rufe quer durch die Nacht zu hören. Ein angehaltenem Moment — früh reservieren.
Bastogne und der große Lachmuskel
Das ganze Wochenende verwandelt das Internationale Karikatur-Festival den Kulturpol in Bastogne in eine lebendige Galerie. Künstler aus aller Welt, offene Werkstätten, beißender Humor: eine kulturelle Pause, die herrlich zu einer Wanderung durch die Ardennen passt.
Gaumer Impro-Theater feiert den zehnten Geburtstag
Die Épatés Gaumais stoßen auf ein Jahrzehnt Live-Improvisation an, im alten Schulgebäude ihres Dorfes. Ihre Jubiläumsshow mischt Absurdität, Zärtlichkeit und breiten Dialekt. Man geht mit der ganzen Familie hin und kommt mit einem Lächeln zurück, das den ganzen Abend hält.
Vier Begegnungen an einem Septembersamstag — das ist für uns die Gaume, die lebt. Nach einer Nacht voll Brunftrufe oder einem Glas zwischen den Rebstöcken hat die Rückkehr in die Stille eines kleinen Weilers einen eigenen Reiz: diese langen, eiligen Abende, an denen das Gartentor offen bleibt, bis das letzte Licht verblasst.
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